Lernprogramm für MAC
Pro Tools Recording, Mixen, Editieren
Virtual Drummer Drumsequencer
MANUAL PRO TOOLS 3.4 (PPC-PCI) download Text
1. AUSPACKEN UND INSTALLIEREN
Nach dem Download packst Du das Programm erst einmal mit dem Programm Stuffit-Expander aus. Es erscheint ein Ordner, der das Installationsprogramm enthält. Öffne den Ordner durch Doppelklick und folge der Installationsanleitung. Am besten, Du legst Dir gleich einen Ordner für alle Soundbearbeitungsprogramme an. So hast Du die Programme gut im Überblick und ersparst Dir langes Suchen.
2. HÖREN WÄHREND DER
ARBEIT
Jeder Mac verfügt über
eine interne Soundkarte, deren Eingang Du auf der Rückseite Deines
Computers findest. Über diese Buchse kannst Du den Computer mit einer
Stereoanlage (z.B. Tape-, CD- oder Aux-Eingang) verbinden. Für die
Verbindung zwischen Computer und Stereoanlage benötigst Du ein Kabel,
das Du in jedem HiFi-Laden kaufen kannst. Du musst Dir nur die Bezeichnung
des Kabels merken: kleine Stereoklinke männlich auf Cinch männlich.
Über die Stereoanlage kannst Du viel besser hören, was Du gerade
bastelst. Denn vieles kann am besten durch genaues Hören reguliert
werden, z. B. die Lautstärke der einzelnen Sounds oder die wohlüberlegte
Plazierung der Sounds im Raum, die Einstellung der Balance.
Wenn Du keine Stereoanlage hast, kannst Du entweder über den internen
Lautsprecher des Computers abspielen (am besten Du machst dann eine Monomischung!)
oder Du schließt einen Kopfhörer an, was eine echte Alternative
zur Stereoanlage ist. Wenn Du einen Kopfhörer verwendest, ist Deine
Umwelt nicht so schnell genervt. Auch hörst Du keine nervigen Fragen
oder Gequatsche und kannst ganz in Ruhe arbeiten. Das Ergebnis sollte
man aber auf jeden Fall über eine Stereoanlage probehören. Denn
die im Kopfhörer gemischte Lautstärken und Balancen klingen
über Lautsprecher oft nicht so gut bzw. undeutlich.
3. VOREINSTELLUNGEN
Nach der Installation hast Du einen Ordner mit allen Komponenten
von Pro Tools auf der Festplatte. Beim Doppelklick auf das Symbol des
Programms erscheint die Menueleiste von Pro Tools. Ganz links in der Menueleiste
findest Du das Feld File. Das klickst Du an: drei Befehle sind möglich:
- New Session
- Open Session
- Quit
Über New Session richtest Du Dir ein Dokument für die neue Session, also Deine geplante Soundproduktion, ein. Du legst fest, wo Du die Session auf der Festplatte anlegen willst. Bedenke dabei, dass Du genügend Speicherplatz haben mußt. Dann benennst Du die Session (z.B. "Soundrules1") und drückst Sichern.
Jetzt gehen drei Fenster auf:
Edit: ist Dein Arbeitsbereich, in den Du die zuvor in AIF gewandelten MP3-Files importieren kannst und dann anordnest. Die Sounds siehst Du als sogenannte Hüllkurven.
Mix: hier wird Dir ein Mischpult
angezeigt, auf welchem Du Deine Einstellungen (Lautstärke (vol),
Balance (pan), Ein- und Ausgänge ablesen kannst.
Transport: hiermit spielst Du die Sounds in Deiner Session ab, siehst
die Laufzeiten, kannst aufnehmen und ähnliches mehr.
Damit Du nun loslegen kannst, mußt Du Dir als nächstes die Session auf Deine Bedürfnisse einstellen. Du benötigst für jeden Stereosound zwei Spuren, für jeden Monofile reicht eine Spur aus. Angenommen, Du willst eine minimale Mischmöglichkeit haben, so solltest Du zwei mal zwei Stereospuren und zwei Monospuren anlegen. Das macht insgesamt sechs Spuren. Auf diese Weise bist Du in der Lage, Übergänge (z.B. in langen Blenden), Verdopplungen und andere Raffinitäten zu basteln.
Die nächsten
Schritte beschreiben den Umgang mit den Spuren:
Du gehst wiederum auf File und klickst anschließend auf "New
Audio Track". Ein kleines Fenster geht auf und fragt Dich, wieviele
Tracks (= Tonspuren) Du einrichten willst. In unserem Falle hatten wir
uns für sechs Spuren entschieden, also gibst Du "6" ein
und drückst anschließend auf OK.
Jetzt ist Deine Session startklar. Über File > Save Session oder
mit dem Shortcut "Command-S" speicherst Du die Einstellungen.
Am unteren rechten Rand des Edit-Fensters kannst Du die Session aufziehen,
so dass Du alle Spuren im Überblick hast.
Da wir für unsere Session zwei mal zwei Stereo-
und zwei Monospuren haben wollen, mußt Du als nächstes bestimmen,
welche der Spuren als Stereospuren zusammen gehören: Am linken Rand
des Edit-Fensters hast Du die sechs Tracks abgebildet. Sie sind von Audio
1 bis Audio 6 durchnumeriert. Klickst Du auf eines der Felder Audio 1-6,
leuchtet die Schrift hellblau. Ein Stereosound braucht - wie gesagt -
zwei Spuren. Drücke die Shifttaste Deiner Tastatur und klicke bei
gedrückter Shifttaste in ein weiteres Audiofeld. Sinnvollerweise
wählst Du das direkt darunterliegende. Jetzt hast Du zwei Spuren
markiert, die Du als Stereospuren zusammen führen kannst. Mit dem
Befehl File > Group Tracks oder Kurzbefehl "Command-G" kannst
Du die beiden Spuren gruppieren. Mit dem gleichen Kurzbefehl kannst Du
die Gruppierung auch wieder aufheben. Dafür öffnet sich kein
Extrafenster.
Wenn die Spuren gruppiert sind, werden alle Befehle, die Du später
im Misch- und Editionsvorgang eingibst, für beide Spuren ausgeführt.
Das ist ganz wichtig, da Dir ohne die gruppierten Spuren die Stereofiles
auseinandergerissen werden.
Durch einen Doppelklick in die Felder Audio 1 - 6 kannst Du die einzelnen Spuren benennen (z.B.: Stereo 1.L und Stereo 1.R, Mono 1 usw.). Das hat den Vorteil, dass Du Dich in der Session später gut orientieren kannst und weißt, wo die Stereo- und Monospuren liegen und welche von ihnen zusammengehören.
Damit Du auch wirklich den Klang einer Stereospur erzeugst, mußt Du noch die Balance einstellen: Du klickst in das Mix-Fenster und ziehst bei gedrückter Maustaste den einen Regler Deines Stereospurenpaars von der Mittelposition nach links und den anderen nach rechts..Die Monospuren kannst Du erstmal in der Mittelposition belassen.
Jetzt sollten alle Voreinstellungen eingerichtet sein! Unbedingt das Speichern nicht vergessen!
4 LADEN DER
SOUNDS IM EDIT-FENSTER (IMPORT AUDIO)
ALLGEMEINES
Irgendwo auf Deinem Rechner liegen die Soundfiles, die Du in Pro Tools bearbeiten willst. Am besten, Du hast sie alle in einem Ordner, denn das erspart Dir eine Menge Rumklickerei. Liegen sie verstreut auf Deinem Rechner, so kannst Du sie vor dem nächsten Schritt noch in den automatisch angelegten Audio-Ordner Deiner jeweiligen Pro Tools-Session ziehen. Es empfiehlt sich, alle Sounds, die Du in einer Session bearbeitest, an den entsprechenden Stellen der jeweiligen Session aufzubewahren. In der sogenannten Region-List am rechten Rand des Edit-Fensters werden die Namen der in die Session importierten Sounds auflistet. Von dort kannst Du sie jederzeit in das Bearbeitungsfenster hineinziehen. Durch "Löschen" im "Edit-Fenster" werden sie wieder in die Region-List sortiert. Die in der Liste genannten Sounds sind aber nur eine Beschreibung für die Originalfiles, die an dem von Dir zuvor eingerichteten Ort liegen. Wenn Du die Originalfiles löschst, verschwinden sie auch aus der Region-List.
Es ist sinnvoll, den Soundfiles Namen zu geben, die ihren Inhalt beschreiben. Das erleichtert Dir das Mischen und Editieren. Beispielsweise hast Du eines der Geräusche einer Tür aus der hoerspielbox geladen. Die heißt dann z.B. GTUER01.MP3.
Durch die Umwandlung der Sounds im Sound App Fat (Programm Mpegger) zu AIF-Files werden die Namen noch komplizierter. Jetzt heißt unser Beispiel GTUER01.AIF. Doch bevor Du den Sound in Pro Tools ablegst, kannst Du ihn verständlich benennen. So weisst Du noch am nächsten Tag, was sich hinter den einzelnen Namen verbirgt. In unserem Beispiel kannst Du die GTUER01 verständlich Tür.AIF nennen. Wer perfekte Ordnung liebt, stellt dem Namen noch einen Ordnungsbuchstaben voran, z.B. "a" für Atmosphären, "g" für Geräusche und "l" für Laute oder Stimmen. Unser Beispiel hätte dann folgende Bezeichnung: g-tür.AIF. Perfekt!
IMPORTIEREN
Um die Sounds bearbeiten zu können, mußt Du sie importieren.
Die MP3-formatierten Sounds aus der hoerspielbox müssen vorher jedoch
im SoundApp Fat in AIF-Files gewandelt werden, da Pro Tools 3.4 das MP3-Format
nicht erkennt.
Zum Importieren gehst Du auf die Hauptmenueleiste von Pro Tools und wählst unter Region List > Import Audio aus. Ein Fenster öffnet sich. Im linken, oberen Bereich muss angegeben werden, wo die zu importierenden Soundfiles auf Deiner Festplatte liegen. Du suchst auf Deiner Festplatte die AIFs. Nur ladbare Sounds werden angezeigt. Unten links siehst Du das Format, die Bit-Rate, die Sample-Rate und die Dauer des markierten Files. Falls Du dir nicht sicher bist, ob es sich um den gewünschten Soundfile handelt, kannst Du ihn unten rechts über die Playtaste anhören. Wenn Du Deinen Sound gefunden hast, klick´ ihn doppelt. Er erscheint im Fenster, das sich ganz rechts befindet. Die Überschrift heißt Item currently chosen.Mit remove kannst Du die Auswahl wieder rückgängig machen. Zum Auswählen kannst Du auch einfach den Add-Schalter klicken, wenn Du zuvor einen File markiert hast. So verfährst Du mit allen Sounds, die Du in Pro Tools bearbeiten willst. Wenn Du Deine Wahl getroffen hast, klickst Du Done und Dein Rechner errechnet die Darstellung der Sounds in der Region-List am rechten Edit-Fensterrand. Das kann einen Moment dauern, was von der Menge und Größe der ausgewählten Soundfiles abhängt. Natürlich spielt die Geschwindigkeit Deines MACs dabei auch eine Rolle.
Eventuell erhältst Du eine Fehlermeldung, dass der ausgewählte Sound ein Stereofile ist, der beim Importieren in zwei Monofiles aufgesplittet wird. Das macht aber nichts, wenn Du Dir Stereospuren eingerichtet hast und diese in der Balance auf ganz rechts bzw. ganz links eingestellt hast. Drücke also beruhigt OK.
Jetzt hast Du am rechten Rand Deines Edit-Fensters die Liste mit den verfügbaren Sounds. Wenn Du mit der Maus in die Liste gehst und die Sounds anklickst, kannst Du sie bei gedrückter Maustaste in das Editierfenster ziehen. Sie erscheinen dort als Kurve, an der Du Dich als Cutter, Blender und Mischer ausprobieren kannst. Wenn Du einen Stereofile rüberziehen willst, markierst Du erst in der Region List den einen Kanal des Sounds, drückst dann die Shifttaste und markierst den zweiten. Sind beide markiert, kannst Du sie in das Editierfenster ziehen.
Bei gedrückter Alt-Taste kannst Du den Sound übrigens auch direkt in der Region List anhören.
5 MISCHEN UND EDITIEREN
Nun hast
Du also Deine Sounds im Editierfenster als Kurve sichtbar gemacht. Jetzt
kannst Du mit der Mischung beginnen. Dazu benötigst Du die Arbeitswerkzeuge.
Bevor Du über eventuelle Fehler in Verzweiflung
gerätst, hier ein wichtiger Hinweis: Unter dem Hauptmenuepunkt Edit
findest Du undo. Mittels Undo oder den in diesem
Falle lohnenswerten Shortcut "Command-S" kannst Du immer einen
Arbeitsschritt rückgängig machen. Aber eben nur einen
Schritt. Falls Du nicht gespeichert hast, kannst Du natürlich,
durch Schließen der Session, wieder zur Fassung Deiner letzten Speicherung
zurückkehren.
In der Horizontalen siehst Du eine Leiste mit kleinen Schaltflächen
und Symbolen. Beginnen wir von links oben und gehen nach rechts:
Shuffle wenn Du dieses Feld aktivierst,
werden sich alle Files, die Du in Deinem Editierfenster anfasst, automatisch
an den vorherigen Sound dranheften oder - falls da noch nichts ist - ganz
an den Anfang der Session springen.
Slip ist der Modus, der es Dir erlaubt, die
Soundfiles frei auf der Fläche Deines Editierfensters zu postieren.
Spot erlaubt Dir eine präzise Plazierung
eines Files an einer zeitlich berechneten Stelle in Deiner Session
Grid macht auch irgendwas, braucht man aber
nicht unbedingt.
Das nächste Feld besteht aus vier Pfeilen, die in alle Himmelsrichtungen weisen. Damit kann man die Darstellung der Hüllkurven verändern. Draufklicken bewirkt:
<
die Hüllkurve wird kürzer >
die Hüllkurve wird länger
die
Hüllkurve wird dicker
die
Hüllkurve wird schlanker
Diese Vergrößerungs- bzw. Verkleinerungsfunktionen
sind häufig sehr hilfreich, da man durch fleißiges Klicken
bis in die Eingeweide des Sounds vordringen kann, bevor man seinen endgültigen
Schnitt macht. Mit etwas Übung werden die Schnitte dadurch sauberer.
Wem die Klickerei zu mühsam ist, der wird mit der Lupe vielleicht
einfacher arbeiten können.
Diese und die nächsten vier Tasten sind Ein- und Ausschalttasten.
Du klickst sie einmal an und Deine Maus oder Dein Cursor arbeitet - ähnlich
wie bei den Schaltflächen Shuffle bis Grid in dem angeklickten Modus:
Lupe vergrößert die
Ansicht. Du klickst auf das Lupensymbol, gehst dann in das Editierfenster
und ziehst die Lupe bei gedrückter Maustaste über den Bereich,
den Du genauer ansehen willst.
Ein Klick mit gedrückter Alt-Taste auf die Schaltfläche mit
den Pfeilen, bringt Dich zur Ausgangseinstellung zurück.
Ein Doppelklick auf die Lupe verteilt die Session über die ganze
Fläche Deines Editierfensters.
Scrubber Mit dem Scrubber kannst Du mit der Maus in die einzelnen Soundfiles hineinhören. Richtig nützlich ist das nicht.
Trimmer Das ist die mittlere Schaltfläche
mit den Pfeilen in beide Richtungen. Ein sehr nützliches Instrument,
um Ränder von Soundfiles sauber zu machen. Klick es an und beweg
Dich durch einen markierten File, dann wirst Du sehen, wie es funktioniert.
Im Shuffle-Modus muss man mit dem Trimmer vorsichtig umgehen. Die eventuell
nachfolgenden Sounds werden genau um die Strecke verschoben, die Du mit
dem Trimmer abgeschnitten hast. In einer bereits arrangierten Session
kann es dann zu kompletten Verschiebungen kommen. Ärgerlich!
Selector Der Selector ist das Werkzeug, mit dem Du Dich in der Session bewegst. Du kannst mit ihm bei gedrückter Maustaste bestimmte Bereiche markieren, Doppelklicken, bei gedrückter Shifttaste auch über mehrere Spuren markieren und mit einem Dreierklick die ganze Tonspur markieren. Markieren mußt Du z.B. immer, wenn Du mit der Delete-Taste (backspace) der Tastatur etwas wegschneiden oder mit der gleichen Taste einen kompletten File aus dem Editierfenster entfernen willst.
Grabber Mit dem Grabber kannst Du die Files anfassen und verschieben (einfach angeklickt). Ein Doppelklick ermöglicht Dir die Umbenennung des ausgewählten Files in der Regionlist.
Im nächsten Fenster mit Start, End und Length siehst Du, wo Du Dich in der Session gerade befindest und wie lang der gerade markierte File ist.
Mit der Schaltfläche namens Nudge/Grid kannst Du - in Kombination mit den Plus- und Minustasten Deiner Tastatur - markierte Bereiche in der Session um verschiedene Zeitwerte (von einer Sekunde bis hin zu einem Sample) verschieben. Bei einer Synchronisation oder wenn Du künstlich einen kleinen Nachhall basteln willst, ist die Funktion hilfreich. In diesem Falle würdest Du den gleichen Sound zweimal übereinander - also auf zwei verschiedenen Spuren - in die Session laden. Eine der Spuren kannst Du um hundertstel Sekunden nach hinten oder vorne verrücken.
Kommen wir zum Schalterboard am linken Rand Deines Editierfensters. Jede
Spur verfügt über sechs Schalter:
Audio 1 der Schalter, der ursprünglich Audio 1 hieß, haben wir bereits bei den Voreinstellungen umbenannt. Er steht für den Namen der Spur, die bei gedrückter Maustaste über diesen Schalter auch innerhalb der Spuren an einen anderen Ort bewegt werden kann. Das ist bei komplizierten Schnitten manchmal hilfreich, da man die Spuren für den Schnitt beliebig übereinander postieren kann.
rec Diesen Schalter brauchst Du, wenn Du Sounds von anderen Geräten, also CD, Tapedeck oder Mikro einspielen willst. Mit gedrückter rec-Taste befähigst Du die Spur zur Aufnahme. Drücke die Command-Taste und dann die Space-Taste und Deine Aufnahme startet. Drückst Du die Spacetaste, wird die Aufnahme gestoppt. Die Spacetaste, auch Leertaste genannt, ist die längste Taste Deiner Tastatur, dicht gefolgt von der rechten Shifttaste.
auto Für alle, die schon immer mit den Reglern spielen oder ein richtiges Mischpult bedienen wollten, empfiehlt sich diese Einstellung. Im Transport-Fenster, das Ähnlichkeiten mit der Bedienungsleiste eines CD-Players hat, drückst Du die Record-Funktion. Klick auf die Taste ganz rechts. Sie blinkt dann rot. Hats Du auto eingestellt, so kannst Du parallel zum Abspielen die Lautstärken und Blenden der Sounds bestimmen und in die Session eintragen. Du gehst dafür auf das Mix-Fenster und bedienst die Regler. Das funktioniert auch mit der Balance, dem sogenannten Pan-Graph, mit dem Du die Position der Sounds im Raum bestimmst.
solo Dieser Schalter und sein rechter Nachbar ermöglichen Dir das Anhören einzelner Spuren, ohne dass Du irgendwelche Lautstärken verstellen mußt. Der Soloschalter lässt die anderen Spuren verstummen. Mit nochmaligem Klicken auf solo verlässt Du wieder die Einstellung.
mute Der mute-Schalter schaltet die Spur, die Du gerade nicht hören willst, aus
Darstellungs-Wahltaste
waveform Dieser kleine Balken
am unteren Rand einer jeden Spurbedienungsleiste hat es in sich. Es werden
die drei Arbeitsfunktionen angeboten. Du wählst aus, ob Du an der
Position eines Sounds im Verhältnis zu anderen Sounds arbeiten willst.(waveform)
Auch entscheidest Du hier, ob Du die Lautstärke manuell einstellen
(volume graph) oder aber die Balance manuell (pan graph) einrichten willst.
In der Grundstellung steht das Feld auf waveform.
Klickst Du bei gehaltener Maustaste in das Feld, so geht daneben ein kleines
Fenster auf.
volume graph
Ziehst Du die Maus auf, so verblaßt die Abbildung der Soundfiles
ein wenig und statt dessen erscheint eine schwarze Linie, die Lautstärkenkurve.
Gehst Du nun in den Grabber-Modus (das ist der Schalter mit der flachen
Hand im horizontalen Bedienungsboard, s.o.) so wird aus Deinem Mauspfeil
eine Hand, die mit einem Finger nach oben zeigt. Mit diesem Finger setzt
Du mit jedem Klick im volume graph kleine Punkte, die die Lautstärke
bestimmen. Bei gedrückter Alt-Taste kannst Du die Punkte durch Klicken
wieder entfernen.
pan graph Der pan graph legt die Position der Klänge im vorgestellten Raum fest. Bei der Bedienung verfährst Du so, wie schon für die Lautstärkenregelung beschrieben. Ein Stereofile sollte immer ein ganz weites Panorama haben. Der linke Kanal sollte auf 100% links und der rechte auf 100% rechts stehen. Wenn Du den Klang eher von links hören möchtest, regelst Du es am besten über die Lautstärke.
6 SCHLUSSBEMERKUNG
Natürlich gibt es noch versteckte Funktionen in Pro Tools, die nur einige wenige Soundfreaks kennen. Doch wenn Du ein bisschen herumprobierst, wirst Du sicher weitere, praktische Befehle entdecken.
Wer mehr wissen möchte, schaut im mitgelieferten
User tools nach. Vorher bitte noch schnell einen Englischkurs besuchen.
Als echten Motivationsschub beim Experimentieren mit Pro Tools empfehlen
wir den Wettbewerb "Die 5 besten Minuten der Menschheit".
VIRTUAL DRUMMER
Vers. 4.0.3 (freeware) für MACINTOSH PPC
download über TUCOWS (siehe Programmbeschreibung)
Systemvoraussetzungen: Mac-PPC/System
8.1> und Quicktime 3.0>
Anlage
nach dem downlaod:
Programm,
Hilfsdatei, Beispielsong und zwei Read me
Der VIRTUAL DRUMMER ist eine einfache
Rhythmusmaschine.
Das Programm braucht nicht installiert zu werden. Herunterladen, Doppelklick
auf das Programmsymbol und los geht's. Es öffnet sich ein zweigeteiltes,
leeres Fenster - Deine virtuelle Schlagzeugsession. Unter WINDOWS à
SONG / TOOLS / DRUM und INFO findest Du weitere Fenster mit Steuerungselementen
und Werkzeugen: Über diese Fenster steuerst Du Dein Set.
Bevor Ihr beginnt, einen Rhythmus zu basteln, müsst Ihr eine sogenannte Measure anlegen. Das ist die Grundlage für Eure Soundproduktion. Ihr klickt dazu ins Hauptmenü SONG und wählt zwischen einem einzelnen Takt à ADD MEASURE oder beliebig vielen à INSERT MEASURES aus.
Am Beispiel des automatisch eingestellten 4/4 -Taktes empfiehlt es sich, gleich mindestens vier Takte anzulegen.
Hast Du diese Grundeinstellungen, kann
es losgehen:
Unter WINDOWS à DRUMS findest Du eine große Auswahl an Schlaginstrumenten.
Die klickst Du an und zieht sie bei gedrückter Maustaste einfach
in den linken Teil des Fensters. Jetzt erscheint auch das "Spielfeld",
in dem Du an Deinem Rhythmus arbeiten kannst. Durch ein einfaches Klicken
in eines der Kästchen aktivierst Du das gewählte Instrument
an der gewünschten Stelle. Nochmaliges Klicken auf die gleiche Stelle
entfernt den Eintrag wieder. Du kannst jetzt so viele Instrumente und
Beats hinzufügen, wie Du willst -Du wirst aber merken, daß
es besser ist, das Schlagzeug gezielt einzusetzen, als alles mit Beats
und Effekten vollzupacken. Aber das bleibt natürlich Deinem Geschmack
überlassen.
Über die PLAY-Taste unter WINDOWS à TOOLS kannst
Du dir Deinen Beat anhören. Als Abkürzung kannst Du auch die
Leertaste benutzen, mit der Du bei nochmaligem Drücken das Abspielen
wieder stoppst.
Um einen Abschnitt zu bearbeiten, mußt Du ihn markieren. Das machst
Du über EDIT à SELECT oder durch einen Klick in die oberste
Zeile. Wenn Du die Shifttaste dabei gedrückt hälst, kannst Du
den markierten Bereich erweitern oder verkürzen.
Willst Du einen genaueren Beat als die eingestellten zwei Achtel pro Viertel,
so kannst Du über SONG à RESOLUTION eine feinere Einstellung
wählen. Das Tempo kann im Steuerungsfenster [SONG] eingestellt und
verändert werden.
Hast Du einen Beat gebastelt, den Du behalten willst, so kannst Du die Session über FILE à SAVE / SAVE AS speichern. Diesen Beat kannst Du dann jederzeit wieder im VIRTUAL DRUMMER öffnen und bearbeiten. Willst Du den Beat in einem anderen Programm einbauen, so musst Du ihn exportieren FILE à EXPORT. Drei Formate stehen zur Auswahl: Quicktime, Standart MIDI und .aif.
Und jetzt viel Spaß beim Basteln!